In den vergangenen Jahren gab es hinsichtlich der Immobilienpreisentwicklung nur eine Richtung: stark nach oben. Die jüngsten wirtschaftlichen Entwicklungen scheinen den Trend nun in eine andere Richtung zu lenken. Doch wie groß sind die Auswirkungen wirklich und was bedeutet dies für Eigentümer? In diesem Artikel gehen wir dem auf den Grund!
Die angespannte wirtschaftliche Situation, in der wir uns aktuell befinden, ist überall spürbar – auch auf dem Immobilienmarkt. Um der steigenden Inflation entgegenzusteuern, hebt die Europäische Zentralbank wiederholt den Leitzins an. Seit Juli 2022 sind die Zinsen um insgesamt 3 % gestiegen. Das beeinflusst natürlich auch die Zinsen bei der Immobilienfinanzierung, welche sich vor der Zinserhöhung auf einem Rekordtief befanden. Die Befürchtung: Deutlich weniger Menschen sind nun in der Lage, sich Wohneigentum zu leisten, die Immobilienpreise könnten dadurch fallen.
Tatsächlich deuten ersten Analysen und Statistiken daraufhin, dass die Immobilienpreise sinken. So verzeichnet der Europace Hauspreisindex im November 2022, dass der Gesamtindex gegenüber dem Vormonat um 1,8 % gesunken ist. Experten gehen davon aus, dass dieser Trend anhält, aber nicht zum Immobiliencrash führt. Denn aufgrund von einer steigenden Anzahl an Single-Haushalten, längerer Lebenserwartung sowie wenigen Neubauten wird die Nachfrage nach Wohneigentum nicht einbrechen.